Kindertablet / Lerntablet Clempad 6.0 Pro von Clementoni – powered by Android

Geschrieben von Nessaia. Abgelegt in Review, Technik & Gadgets

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Heute sitze ich das erste Mal überhaupt an einen Testbericht, bei dem ich echt Bauchschmerzen beim Schreiben bekomme, weil mir irgendwie so gar nicht wirklich viel positives zu diesem Produkt zu sagen bleibt. :(

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Wir durften gerade das Clempad 6.0 Pro von Clementoni testen, von dem wir (rein von den Vorabinformationen her) erst einmal begeistert waren und uns wahnsinnig gefreut haben, als es dann endlich bei uns eintrudelte. Besonders unser Sohn war total gespannt.
Leider schlug die Vorfreude schnell in Ernüchterung um. :(


Produktbeschreibung


Technische Details:

- 10-Zoll Bildschirm
- CPU RK3126 Vierkernprozessor
- Interner Speicher: Flash Memory 16GB
- Android 6.0.1 vorinstalliert
- Anschlüss: WIFI + USB + Micro SD Slot, Bluetooth
- Kameras: 0.3 Mpx Frontkamera & 2.0 Mpx Rückkamera
- stoßfeste Schutzhülle
- ClemEnergy (ein Bewegungsmelder mit dem Kinder interaktiv ins Spiel eingreifen können)

Altersempfehlung: 6 bis 12 Jahre

Informationen laut Hersteller

Das Android-Tablet Clempad 6.0 Pro, soll die Kinder in die multimediale Welt einführen, ohne sie den Gefahren des Internets auszusetzen. Mithilfe des Elternbereichs können diese – statt wie üblich und sehr mühsam eine schwarze Liste – eine weiße Liste erstellen (also Webseiten freigeben) auf denen Ihre Kinder sich sicher bewegen können. Einige Vorschläge sind bereits von Clementoni vorinstalliert, die anderen Seiten können ganz leicht eingegeben werden. Die Kinder können ein Profil mit ihren Daten erstellen, die auch nur von ihnen oder den Eltern eingesehen werden können. Leben mehrere Kinder im Haushalt, kann für jedes Kind ein eigenes Profil erstellt werden. Es können bis zu 4 Emailadressen angelegt werden. Es gibt mehrere Apps, die von den Eltern aus dem Appstore heruntergeladen werden können. Außer auf den freigegebenen Seiten zu surfen, können die Kinder ihr eigenes Photoalbum oder Videos hochladen, sie können spielen, malen und Musik hören. Mithilfe des enthaltenen Stiftes können Kinder leicht Buchstaben und Zahlen nachzeichnen. Selbstverständlich ist auch ein USB-Anschluss vorhanden. Ältere Kinder werden viel Spaß an der E-Book Funktion haben. Damit die Kinder nicht unkontrolliert lange mit dem Tablet spielen, können die Eltern ein Zeitlimit eingeben. Mit dem vorinstallierten Chat können die Kinder mit Freunden und Eltern schreiben.


Unsere Erfahrungen


Soweit, so gut. Hört sich doch alles recht interessant an, oder? Dachten wir auch.
Deshalb haben wir das Clempad 6.0 Pro direkt nach Erhalt auch ausgepackt und erst einmal für 2 Stunden an die Steckdose gestöpselt, damit es für die erste Installation auch komplett aufgeladen ist. Alleine diese stellte sich jedoch schon ziemlich stur. Im Prinzip läuft die Installation des Clempads genau so ab, wie bei jedem Smartphone mit Android auch: Sprache auswählen, Standort festlegen, Google-Konto einrichten, mit dem WLAN-verbinden… ihr kennt das sicher. Auch ein Firmware-Update war direkt verfügbar. 

 

Die Verbindung mit unserem WLAN wollte jedoch einfach nicht funktionieren. Nach 5 Versuchen (ja, wir haben alles korrekt eingegeben und mehrfach überprüft, auch den Router haben wir zwischendurch neu gestartet) gaben wir erst einmal gefrustet auf und haben es dann später erneut versucht, eine Verbindung zu bekommen. Nachdem wir wiederum 3x die Meldung “Authenifizierungsproblem” erhielten, klappte es dann plötzlich doch. Warum? :?: Keine Ahnung. War uns aber auch relativ Wurst. Immerhin waren wir nun endlich verbunden. 

 

Letztlich dauerte die erste Installation wegen enorm langer Ladezeiten insgesamt fast 1,5 Stunden! Zusammengerechnet mit der ersten Ladung der Batterie von 2 Stunden sind das 3,5 – 4 Stunden Zeitaufwand, bevor überhaupt an die Einrichtung eines Profils oder gar ans Spielen gedacht werden kann! Das ist ein Halbtags-Job! Bei inem Quadcore-Prozessor erwartet man deutlich mehr…

Wir hatten nun ein Desktop vor uns, auf dem – wie beim Smartphone auch – die “Einstellungen”, der “PlayStore” und der “Launcher” (zum Kinderbereich) zu finden waren.

 

 

Toll, wie nun weiter? Ok, erst einmal das Kinderprofil für unseren Sohn anlegen, der schon ganz zappelig neben uns saß und endlich mal “ran an das Ding!” wollte. Also auf “Launcher” geklickt und schon konnte man das Profil anlegen. Nun hatten wir ein anderes Dashboard vor uns, auf dem schon viele (sehr schön große und eicht erkennbare) Apps und Spiele von Clementoni vorinstalliert waren. Links eine Leiste mit dem Profilinformationen unseres Sohnes und unten der Button zum “Elternbereich”.

Zweiter Bildschirm – Kinderbereich

 

TestBoy schaute schnell mal über die vorinstallierten Apps, kam schnell zu der Ansicht, die seien nur was für “kleine Kinder” und wollte wieder zurück auf das Dashboard, welches wir zuerst gesehen hatten. Mit den Einstellungen, dem Store und so weiter. Hm,….. da kamen wir aber irgendwie nicht mehr hin. :shock: Wir haben (ungelogen!) fast eine Stunde lang versucht, aus dem Kinderprofil wieder raus zu kommen. Wir haben jedoch absolut nirgends einen “Logout-Button” oder ähnliches gefunden. Wir kamen einfach nicht mehr von diesem zweiten Dashboard runter! Ob das so sein soll oder ob wir uns einfach nur zu dusselig angestellt haben?

Jedenfalls haben wir uns dann gedacht, erstellen wir doch mal schnell den “Elternbereich”. Vielleicht kann man von dort ja Einstellungen vornehmen und wieder zum Start-Dashboard zurückkehren? Einstellungen vornehmen: ja. Sogar ganz sinnvolle, wie z. B. eine zeitliche Nutzungsbegrenzung nach Stunden und/oder Wochentagen, die Whitelist einrichten und ob aus dem Google PlayStore gedownloaded werden darf oder nicht, etc. Für die erste Verwendung des Elternbereiches lautet das Passwort “clem”. Dieses kann dann später einfach geändert werden. Den “Elternbereich” fanden wir Anfangs super. Bis…

Die Whitelist funktionierte Anfangs recht gut. Die bereits von Clementoni als “harmlos” freigegebenen Seiten waren erreichbar, andere Seiten eben nicht. So soll es sein. Jedoch konnten von uns selbst im der Whitelist hinzugefügte Seiten einfach nicht geöffnet werden (beispielsweise fragfinn.de). Außerdem gingen plötzlich selbst die von Clementoni freigegebenen Seiten nicht mehr auf.  Absolut gewaltfreie Seiten wie Toggolino, Cars und ArtAttack blieben uns verwehrt. Keine Ahnung, woran das nun wieder lag…

VIDEO “ELTERNBEREICH” folgt etwas später an dieser Stelle!

Für Planet Clementoni (da soll es weitere tolle Zusatzfunktionen für das Clempad geben) mussten wir uns erst einmal registrieren. Also Email-Adresse eingegeben, und auf die Bestätigungsmail gewartet, mit der uns ein Passwort für den ersten Zugang zugeschickt werden sollte. Diese Email ist bis heute nicht angekommen! :sad: Und mit gleicher Email kann man sich auch nicht erneut registrieren. Auch das Anfordern einer erneuten Zusendung des Passwortes über die Webseite (gibt eine super ausführliche Anleitung dazu im Handbuch) blieb erfolglos. Klappte also ganz toll…

Wie auch immer, die Lust ließ schon etwas nach, haben wir dann zumindest mal ein paar im Kinderprofil vorinstallierte Apps ausprobiert. Sorry, ausprobieren wollen, sollte ich lieber sagen. Leider mussten wir feststellen, dass die vorinstallierten Apps tatsächlich wohl eher für die untere Altersstufe gedacht sind und für Kinder mit 10-12 Jahren doch eher nichts mehr sind. Außerdem waren die Apps durchweg – trotz der Sprachauswahl bei der Installation – teilweise statt in Deutsch in Italienisch! :mad: Aufgefallen ist uns dies zuallererst bei der YouTube App, die unser Sohn gleich ausprobieren wollte.

Trotz deutscher Spracheinstellung sind viele Apps leider teilweise bis ganz auf italienisch (Schrift & Sprachausgabe). Schade!

Es folgten weitere Apps, bei denen es genau so ist. Italienische Menüführung (Schrift), Italienische Lieder, Italienische Sprachausgabe bei Spielen. An diesem Problem konnte man leider auch nichts ändern, denn es gibt im “Kinderprofil” leider nirgends die Rubrik “Einstellungen”, wo man eventuell hätte die Sprache nachträglich noch einmal auswählen können. Nun, es handelt sich beim Clempad 6.0 Pro ja um ein Lern-Tablet – aber Italienisch lernen will unser Sohn eigentlich nicht… rolleyes

Der Wechsel zwischen einzelnen Kinderprofilen ist für die Kinder selbst leider nicht möglich. Nur im “Elternbereich” kann das Profil ausgewählt werden, welches gerade genutzt werden soll. Das bedeutet, bei 4 Kindern, die sich ein Tablet teilen müssen, kommt also ständig jemand angerannt und sagt: “Mamaaaa, jetzt bin ich dran! Mach mich da jetzt rein!“. Echt jetzt?! Wie nervig … und was machen die Kinder, wenn die Eltern nicht da sind? Dann kann nur eins von 4 Kindern spielen und die anderen schauen dumm aus der Wäsche? Wieso können die Kinder nicht selbst auswählen, wer gerade am Tablet spielt?

Da ich selbst eine absolute Leseratte bin und unseren Sohn gerne mehr an Bücher heranführen möchte (Jungs lesen ja eher nicht so gerne…) fand ich die Ebook-Reader Funktion vom Clempad 6.0 Pro auch sehr interessant. Die ging zumindest (im Gegensatz zu manch anderen Apps) super schnell auf  - war jedoch auch komplett auf Italienisch! :roll:  Weiterhin ließen sich keine Bücher herunterladen (doch, eins schon – aber das wurde dann letztlich doch einfach nur mit dem Acrobat Reader geöffnet. Eine Ebook Reader App stelle ich mir aber eigentlich anders vor…). Bücher importieren über WiFi, Bluetooth und selbst über meine MicroSD Karte funktionierte leider auch nicht. WiFi und Bluetooth haben sich tot geladen und meiner MicroSD wurde einfach mal nicht erkannt. Also noch eine nutzlose App!

VIDEO “EBOOK-READER OHNE FUNKTION” folgt etwas später an dieser Stelle!

Einige Spiele waren zwar in Deutsch, konnten aber schon auf Grund der ewig langen Zeit, die sie zum Öffnen brauchten oder durch das doch recht häufige stocken, nicht überzeugen. Manche Apps stürzten beim laden einfach ab (siehe Malprogramm), andere wurden plötzlich Schwarz und es ging nichts mehr. Erst ein erzwungener Neustart ließ uns wieder aus diesen Apps heraus. cool

VIDEO “ELTERNBEREICH” folgt etwas später an dieser Stelle!

Die Hologram-Funktion haben wir gar nicht erst ausprobiert. Denn dazu muss man erst einmal den Pappaufsteller zusammenbauen – und dazu war mir und meinem Mann die Lust inzwischen Gründlich vergangen. Unser Sohn war schon gar nicht mehr bei uns. Der hatte sich mittlerweile in sein Zimmer an die Xbox verdrückt. redface


Fazit


Die Idee hinter dem Clempad 6.0 Pro an sich finden wir absolut klasse. Ein gesichertes Kinderprofil für bis zu 4 Kinder ist gerade für größere Familien, wo sich die Kinder das Tablet teilen, eine tolle Sache. Auch der Elternbereich und die Möglichkeit mal schnell eine Whitelist anzulegen, statt umständlich Seiten über eine Blacklist zu sperren ist super!
Warum manche Apps partout nicht aufgehen wollen, die Bestätigungsmail von der Registrierung für Planet Clementoni nicht ankommen will und warum nur teilweise bis gar nicht ins Deutsche übersetzt wurde, entzieht sich absolut unserer Vorstellungskraft. Was auch immer Clementoni da gemacht hat, sie sollte hier DRINGEND NACHBESSERN :!:  Die Beiden verbauten Kameras sind mit ihren 2.2 bzw. 0.3 Megapixeln wirklich absolut unterirdisch schlecht. Wie soll man bei solch miesen Auflösungen Spaß am Fotografieren/Filmen finden?

An der Verarbeitung kann man eigentlich nicht meckern. Die ist in Ordnung. Auch das quitschorangene und abnehmbare Schutzgummi rund herum, welches gegen Stöße oder Stürze schützen soll, ist top.

:arrow:  Für uns ist das Clempad 6.0 Pro jedoch leider in allen Punkten (zumindest in denen, die wir überhaupt testen konnten) schlichtweg durchgefallen!

Aktuell ist das Clempad 6.0 Pro bei Amazon für 169,95 Euro zu haben – für die Funktionen, die es bieten soll ein akzeptabler Preis. Jedoch nicht, wenn es dann nur bedingt oder sogar gar nicht so funktioniert, wie es eigentlich sollte!

*Sponsored Post Heute sitze ich das erste Mal überhaupt an einen Testbericht, bei dem ich echt Bauchschmerzen beim Schreiben bekomme, weil mir irgendwie so gar nicht wirklich viel positives zu diesem Produkt zu sagen bleibt. :( Wir durften gerade das Clempad 6.0 Pro von Clementoni testen, von dem wir (rein von den Vorabinformationen her)…

Fazit

Verpackung
Verarbeitung
Zubehör
Handling
Funktionen
Spielspaß
Elternbereich
Sonderfunktionen
Preis/Leistung

Gesamt

Gute Verarbeitung, tolles Zubehör. Der Elternbereich mit den ganzen möglichen Sicherheitseinstellungen ist super - wenn er denn richtig funktionieren würde (speziell die Whitelist). Idee an sich sehr interessant. Kameras unterirdisch schlecht. Vorinstallierte Apps ruckeln, stürzen ab oder lassen sich teilweise gar nicht öffnen. Außerdem sind einige Apps teilweise oder komplett in Italienisch (Text und Sprachausgabe). Kinder können nicht selbst zwischen Profilen wechseln, dazu muss sich immer erst ein Erwachsener im "Erwachsenenprofil" einloggen und auswählen, wer gerade spielen darf. Das nervt! Kein Download von Büchern im EbookReader möglich, ebenso Datenübertragung per WiFi, Blutooth oder MicroSD nicht möglich.

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Wir danken der Firma Clementoni und ChannelBuzz, die uns das Clempad 6.0 Pro freundlicherweise zu Testzwecken zur Verfügung stellte. Unser Testbericht ist frei von Vorgaben Dritter und enthält damit zu 100% nur unsere eigenen persönlichen Erfahrungen und Meinungen!

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Nessaia

Jahrgang 1981 (34) Teilzeit Fashionberaterin

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